cantona
Und falls ja, was war euer Score?
Wie habt ihr euch vorbereitet?
Mit welchen Hilfsmittel habt ihr euch vorbereitet?
Und für was habt ihr den Test absolviert?
RVL
Ich habe den vor ca. 7 Jahren gemacht. Man musste den haben für den Master in Finanzwissenschaften. Score war aber egal und dementsprechend habe ich mich auch nicht top vorbereitet. Score war trotzdem in allen Kategorien überdurchschnittlich und bei den beiden 'Aufsätzen' sogar im 90. Perzentil. 'Gelernt' habe ich mit einem Ebook aus dem Internet ich glaube das hiess "how to master the GMAT" bin aber nicht mehr 100% sicher. Auf jeden Fall waren es so um die 600 Seiten mit vorwiegend Aufgaben und Lösungen aus früheren Jahren, sowie Lösungsstrategien für die verschiedenen Typen von Aufgaben.
Wenn man mal eine Uni besucht hat sollten die meisten dieser Strategien aber klar sein. Hauptsächlich darf man keine Zeit vergeuden und wenn man nicht innerhalb von ca 30 Sekunden klar sieht wie man in den nächsten 2 Minuten zur Lösung kommt geht man besser gleich zur nächsten Aufgabe oder haut einen 'best guess' raus ;-)
cantona
Okay, interessant. Ich überlege mir eben den Master im Ausland zu machen. An dieser Uni muss man mind. 600 punkte im GMAT haben, der durchschnittliche GMAT von aktuellen Studenten da ist etwa 680. Allgemein ist der Durchschnitt 550, also kanns ja nicht so einfach sein über 600 zu kommen. Deshalb wollte ich herausfinden wie die Chamncen stehen und was es dafür braucht bezgl. Aufwand. oder ob das als Ziel einfach zu hoch angesetzt ist.
RVL
Also so viel ich weiss wird man ja im GMAT immer mit allen verglichen die im gleichen Jahr den Test machen (darum auch Ergebnisse in Perzentilen).
Was den Aufwand betrifft kommt das halt auch immer auf das 'Vorwissen' drauf an. Bei uns war der Test nicht eine Bedingung um das Masterstudium anzufangen, sondern um es abzuschliessen. Ich hatte zu dem Zeitpunkt schon im Ausland auf englisch gearbeitet und wenn man Finanzwissenschaften studiert sollte man vor Mathematik sowieso keine Angst haben. Wenn ich zu Hause bin kann ich dann nachschauen wie viel Punkte ich genau hatte. Aber ich denke es waren locker über 600 und dass wie gesagt einfach mit ein paar Abenden/Wochenenden Aufgaben in dem ebook lösen.
Am meisten 'Mühe' hatte ich mit der sprachlichen 'Theorie'. Ich habe die ganzen sprachlichen Regeln nie wirklich gelernt und mache alles nach Gehör. Das funktioniert sehr gut für die Aufsätze und spielt beim mathematischen Teil keine Rolle aber bei gewissen sprachlichen Unterschieden kann man da schon mal ins schwimmen kommen.
Auf jeden Fall ist der ganze Test organisatorisch noch spannend mit dem ganzen Sicherheitswahn. Permanente Kamera- und Tonaufnahmen sowie Fingerabdruck sogar wenn man den Raum verlassen will um schnell auf die Toilette zu gehen. Hatte das alles damals von der Uni nicht gekannt
Soriak
Ich habe den GRE gemacht -- aehnlich wie der GMAT, einfach nicht fuer business. Den durschnittlichen Score aller Absolventen sollte man gleich mal vergessen: damit kommt man nirgendwo brauchbares rein, wenn die Schule auch nur etwas Wert auf den Score legt. Der Mindestwert an der Schule bedeutet (mindestens in den USA), dass deine Anmeldung gleich aussortiert wird, wenn du unter diesen Score faellst -- ganz egal, wie gut alles andere ist. Das bedeutet also nicht, dass man bei Erreichen des Minimums eine wirkliche Chance hat, aufgenommen zu werden.
Wenn du in den USA studieren willst, solltest du wirklich ueber dem durchschnittlichen Score fuer die Schule sein. Die Ueberlegung ist einfach: die wissen sehr wenig ueber das Bildungssystem in der Schweiz. Daher koennen sie deine Noten nicht wirklich mit denen von anderen Studenten vergleichen. Auch eine Empfehlungsschreiben folgt ganz anderen Normen. Die sind in der Schweiz viel moderater... und allgemein schwer zu vergleichen. Also gewinnt ein Kriterium wie der GMAT an mehr Gewicht: hier kann man alle Kandidaten leicht vergleichen und in ein Ranking einordnen. Wenn der Durschnitt 680 ist, dann sind die meisten Leute wohl zwischen 660 und 700. Ergo wuerde ich mir 700 als Ziel setzen.
Vorbereiten muss man sich ueber eine laengere Zeit, damit man mit der Art der Fragestellungen vertraut wird. Dazu kommt, dass man keine Frage unbeantwortet lassen sollte, obwohl es fuer eine falsche Antwort einen kleinen Abzug gibt. Der Grund ist einfach: wenn man die Frage liest, so findet man immer eine Antwort, die weniger wahrscheinlich scheint als die anderen. Und schon lohnt es sich, zu raten.
Manche "Experten" sagen, man sollte nur raten, wenn man eine Antwort ganz eliminieren kann. Das stimmt aber nicht. Wenn man eine Antwort fuer leicht weniger als 25% wahrscheinlich haltet (bei 4 Antworten), kommt man mit Raten im Durchschnitt bereits zu mehr Punkten. Wenn man absolut keine Ahnung hat, macht es keinen Unterschied im Durchschnitt... aber das ist unglaublich selten. Selbst wenn man die Frage nicht liest hat man oft ein Bauchgefuehl, welche Antwort eher nicht stimmt (vorallem in der Verbal section).
Falsche Antworten sind meist extrem ("der Text behauptet ALLE x sind y") oder seltsam (3 von 4 Resultaten haben einen Term mit einer Quadratwurzel, dann ist das wahrscheinlich Teil der Antwort).
cantona
Nein, ich will nicht in die USA, ich will nach Skandinavien. Ich glaube die verlangen da den GMAT noch nicht so lange, aber die Hintergründe sind wohl die gleichen wie in den Staaten. Und sicherlich versuche ich den Test, falls ich ihn denn mache, so gut wie möglich abzuschliessen und nicht durchschnittlich. Aber dennoch hatte es mich ein bisschen irritiert, dass der Durchschnitt relativ tief ist. Denn wer diesen Test auf sich nicht, bereitet sich wohl auch entsprechend darauf vor, vor allem auch in den Staaten, wo man das ja auch für den Bachelor braucht, d.h. allgemein um aufgenommen zu werden. Bei uns gibts das ja soweit ich weiss nicht.
Ich bin kein Mathematik Experte und werde mich wohl intensiv damit auseinandersetzen müssen, mit dem Verbal Teil (ich habe einige Beispiele angeschaut), habe ich soweit keine riesige Mühe.
Das Niveau der Fragen ändert sich ja auch stetig entsprechend deinen Antworten. D.h. wenn du die erste Frage richtig beantwortest kommt anschliessend eine schwierigere und dementsprechend erhältst du mehr Punkte, umgekehrt verschlechtert sich deine Aussicht auf ein gutes Endresultat.
Wie hast du dich denn auf den GRE vorbereitet und was waren die Schwierigkeiten?
LiveForever
Der GMAT ist an praktisch allen Unis im angelsächsischen Raum und für praktisch jeden Graduate-Studiengang (MBA, Medschool, LLM etc) eine Pflichtübung. Du kannst dir also vorstellen, dass auch extrem viele eher "mittelmässige" Studenten diesen ablegen. In den USA geht ja praktisch jeder an die Uni und abgesehen von den Top-Unis sind die Anforderungen, resp. das Level verglichen mit unseren Unis eher tief. Erfahrungsgemäss schneiden CH-Studis (jedenfalls in meinem Umfeld) aus Prinzip schon überdurchschnittlich ab. Der Durchschnitts-Score ist also nur begrenzt ein Orientierungspunkt.
Wie aber Soriak richtig bemerkt hat, gilt es jedoch einen Score von 700+ anzustreben, um an wirklich guten Unis (Ivy League, INSEAD etc) überhaupt eine Chance zu haben, wenn man sonst nicht der absolute Überflieger ist, resp. nicht mit 25 schon 4 Unternehmen gegründet und an die Börse geführt und nebenbei noch olympisches Gold gewonnen hat. Dies ist dann wiederum nicht ganz einfach. Die meisten in meinem Umfeld haben dafür 2 Anläufe und monatelange Vorbereitung gebraucht, es dann aber geschafft.
Ich plane mich nächstes Jahr für ein MBA-Programm zu bewerben und werde die Vorbereitung dafür sehr ernst nehmen (müssen).
cantona
Wo planst du den MBA zu machen und hast du vorher einen Master gemacht?
Ich habe nicht vor an eine Ivy League Uni zu gehen und auch Insead (vielleicht viel später mal) ist nicht mein Plan. Eher eine Business School in Skandinavien, da man dort keine Tuition Fee bezahlen muss und mir das Leben da oben sowieso sehr gefällt. Zudem gibt es da noch das CEMS, was die Geschichte für mich noch interessanter macht. Der GMAT spielt bei der Aufnahme, denke ich, schon eine grosse Rolle. Bachelor Noten, Praktika etc. sind sicher auch wichtig, vor allem muss man auch ein gescheites Motivationsschreiben beilegen. Für mich wird die Sache einfach noch ein bisschen komplexer, weil ich den Bachelor an einer FH mache. Es ist auch noch nicht ganz aktuell, aber falls ich den GMAT machen will sollte ich das ja schon rechtzeitig planen.
LossGivenDefault
cantona hat geschrieben:Wo planst du den MBA zu machen und hast du vorher einen Master gemacht?
Ich habe nicht vor an eine Ivy League Uni zu gehen und auch Insead (vielleicht viel später mal) ist nicht mein Plan. Eher eine Business School in Skandinavien, da man dort keine Tuition Fee bezahlen muss und mir das Leben da oben sowieso sehr gefällt. Zudem gibt es da noch das CEMS, was die Geschichte für mich noch interessanter macht. Der GMAT spielt bei der Aufnahme, denke ich, schon eine grosse Rolle. Bachelor Noten, Praktika etc. sind sicher auch wichtig, vor allem muss man auch ein gescheites Motivationsschreiben beilegen. Für mich wird die Sache einfach noch ein bisschen komplexer, weil ich den Bachelor an einer FH mache. Es ist auch noch nicht ganz aktuell, aber falls ich den GMAT machen will sollte ich das ja schon rechtzeitig planen.
War im Rahmen des CEMS ein Semester an der NHH in Bergen/Norwegen. Kann das nur wärmstens emofehlen...
cantona
LossGivenDefault hat geschrieben:War im Rahmen des CEMS ein Semester an der NHH in Bergen/Norwegen. Kann das nur wärmstens emofehlen...
Dann hast du an der HSG studiert?